Da wir den Feueratem öfter in verschiedenen Pranayma- und Meditationsübungen nutzen, habe ich hier ein paar Wissens-Bites zum Thema Feueratem für Euch zusammengefaßt!

In unserem Körper gibt ewig viele Energiebahnen. Je nach System sind diese unterschiedlich kategorisiert, benannt und zugeordnet. Ich berufe mich in meinem Kurs auf das System aus dem Kundalini Yoga. Hiernach gibt es in der Fülle an Energiebahnen v.a. drei interessante Energiekanäle, die 3 Hauptbahnen 1) Shushumana, 2) Na, und 3) Pingala.

Alle 3 Bahnen beginnen im Wurzelchakra.
Shushumana ist die zentrale Bahn und verläuft quasi durch die Wirbelsäule aufwärts, über das Dritte Auge, und 'endet' im Kronenchakra. Sie hat viele Verzweigungen und versorgt u.a. die verschiedenen Gehirnregionen mit Praana, der Lebensenergie. Na und Pingala spiralisieren gegenläufig um die Wirbelsäule herum aufwärts und treffen sich mit Shushumana zwischen den Augenbrauen im Dritten-Auge-Chakra.
Na spiralisiert links herum und endet im linken Nasenloch. Diese Bahn korrespondiert mit dem Parasympathikus, welcher für Entspannung, Regeneration und das haushalten mit unseren Kraftreserven zuständig ist. Der Parasympathikus steuert u.a. die Atmung, den Herzschlag, und die Verdauung - also alles was wir nicht wirklich direkt beeinflussen können.
Pingala spiralisiert rechts herum und endet im rechten Nasenloch. Diese Bahn korrespondiert mit dem Sympathikus, welcher uns aktiviert - was wir meist besser können als wieder 'runterkommen'.

Alle Atemtechniken, die über die Nasenlöcher arbeiten, wie z.B. alle Formen der Wechselatmung, sprechen also Sympathikus und Parasympathikus an, sprich Deine Nerven.

Alle Atemtechniken, die über den Mund und damit auch über die Zunge arbeiten, sprechen Shushumana an. Die Zunge selbst ist mit dem Vagusnerv (X. Hirnnerv, wird dem parasympathischen System zugeordnet) verbunden! Atemtechniken hierüber sprechen auch das Nervensystem an. Sie haben aber einen zusätzliche Effekt über die Zunge - sie triggern u.a. physiologische (chem.) Reinigungsprozesse an. 

Also, sprach Zarathustra: je nachdem, ob Du den Feueratem durch die Nase oder den Mund praktiziert, bekommst Du unterschiedliche Effekte
in Bezug auf Dein System (physiologisch, mental, emotional). Und wenn Du ihn durch den Mund praktiziert, dann macht es zusätzlich einen Unterschied, wie weit Du die Zunge herausstreckt und auch in welcher Form (z.B. flach oder zusammengerollt).